Global Goals Jam 2021 – Freiburgs allererster

48 Stunden lang gemeinsam mit ganz unterschiedlichen Menschen lokale Herausforderungen zu ausgewählten globalen Nachhaltigkeitsziele mit Methoden aus Design Thinking und Systems Thinking in Angriff zu nehmen und vom Denken ins Handeln zu kommen – das ist das Ziel des Global Goals Jam.

Seit 2016 kommen, initiiert vom United Nations Development Program UNDP und der Amsterdam University of Applied Sciences, jährlich an einem Wochenende im September Menschen in knapp 100 Städten weltweit zusammen, um gemeinsam etwas zu bewegen.
Aber seht selbst, was einen Jam ausmacht:

Wäre das nicht auch etwas für Freiburg? Wir finden, so ein Event muss nicht nur in Metropolen wie Berlin, Tokyo oder Toronto stattfinden – im Gegenteil: Veränderung wirkt spürbar auch im kleinen Rahmen. Daher steht das Initiieren und (Mit)organisieren des ersten Global Goals Jam in Freiburg bereits seit letztem Jahr auf unserer Agenda.
Wir vom Nachhaltigkeitsmanagement der Stadt Freiburg freuen uns sehr auf die erste Ausgabe des Global Goals Jam in Freiburg. Die Voraussetzungen für spannende und innovative Ergebnisse sind gut: Ein Wochenende mit interdisziplinär zusammengesetzten Teams und innovativen Formaten an einem kreativen Ort.
Wenn unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen aber einer starken Motivation für das Thema Nachhaltigkeit zusammenkommen, kann sich das wunderbar ergänzen und zu etwas sehr Wertvollem führen. Wir hoffen auf viel Bewegung an diesem Wochenende und weiterer Wirkung auf dem Weg zur Erreichung der Freiburger Nachhaltigkeitsziele.

Bei Service Design Süd West investieren wir jährlich einen Teil unserer Energie, Gehirnschmalz und bis zu 5% unserer Arbeitszeit in ehrenamtliche als auch gemeinwohlorientierte Projekte. Diese Veranstaltung passt perfekt zu unserer Green City Freiburg, unseren tagtäglichen Herausforderungen und unserer Suche nach neuen, effizienten und in langfristiger Veränderung spürbaren Lösungen.

Im letzten Jahr machte uns COVID-19 leider einen Strich durch die Rechnung, doch dieses Jahr liefert alle Gründe, dass Freiburg am 17. bis 19. September im Kreativpark endlich zum ersten Mal mitmischen kann.

Wenn noch weitere Fragen offen sein sollten, meldet Euch gerne bei uns.

Was erwartet mich an dem Wochenende?

Eines können wir schon versprechen: Es wird abwechslungsreich. Gemeinsam mit Sonja Schäfer (know idea GmbH), Robyn Günter (Produktdesignerin fairfood Freiburg) und Marlene Franck (Projektmanagerin Hans Sauer Stiftung) haben wir ein 3-Tages Programm auf die Beine gestellt. 

Wir führen Dich in die Thematik und Herangehensweise ein, regen Deine Kreativität an, vernetzen Dich mit relevanten Akteuren aus der Region und ermutigen, diese Inspiration in regionale Projektideen einzusetzen.

Wie starten wir – wie geht es weiter?

Zum Auftakt kommen wir am Freitag Abend zusammen, um uns als Menschen kennenzulernen. Wir stellen die lokalen Herausforderungen vor und bilden Teams um jeweils eine Herausforderung. Einzelne Redner*innen stimmen uns mit kurzen Impulsen auf die lokalen Herausforderungen ein, denen wir uns widmen.

Die Arbeit an den Herausforderungen teilt sich auf in 4 Sprints am Samstag und Sonntag. Gemäß dem Design Thinking Prozess starten wir zunächst damit, die Herausforderungen in der Tiefe zu verstehen, idealerweise im Dialog mit Betroffenen. Wichtiger als die Ideenfindung selbst im zweiten Schritt wird es sein, die Ideen noch am Samstag nachmittag mit schnellen Prototypen greifbar zu machen, so dass wir wertvolles Feedback dazu erhalten und die Ideen bis zur öffentlichen Abschlusspräsentation am Sonntag schärfen können.

Ein nachhaltiges Wochenende – nicht nur um Sinne der Umwelt.

Für noch mehr Expertenwissen sorgen wir! Während der drei Tage begleiten euch eine Handvoll sorgfältig ausgewählter und erfahrener Coaches aus der Region, um euch Richtungs- und Handlungsimpulse zu geben, wann immer ihr grade zögert oder skeptisch seid. So könnt Ihr die Innovationsmethode Design Thinking in diesem Rahmen kennenlernen und praktisch erproben. 

Intensive Arbeitzyklen in kleinen Teams werden durch inspirierende Impulse ergänzt. Darüber hinaus gibt es ständig Raum für Gespräche, um neue Kontakte zu finden, Ideen und Vorstellungen auszutauschen, zu schärfen oder zu überdenken. Kreative Bastler, Unternehmer, Innovations- und Gründungsgeister – all jene eben, die etwas bewirken wollen, haben die Chance, sich zu vernetzen und auch über das Wochenende hinaus miteinander an ihren Visionen oder Initiativen zu arbeiten.

Wir stärken uns nachhaltig

Was für die Entwicklung kreativer, nachhaltiger Konzepte nicht fehlen darf, ist die Verpflegung. Deshalb haben wir uns für dein Wohl ein paar Besonderheiten überlegt:

  • Mit einer Bio-Müsli-Bar und Brötchen lokaler Bäckereien starten wir in den Tag. 
  • Zur Mittagszeit stärken wir uns mit veganen Köstlichkeiten frisch zubereitet von der Köchin Estella Schweizer. Da Estella direkt von der Freiburger Manufaktur fairfood kommt, lernen wir an dem Wochenende die spannendsten Nusskreationen kennen: Ofenkartoffeln an Berglinsenbolognese, Cashew-Sour-Cream, orientalischer Kichererbsensalat (und und und). Läuft dir auch schon das Wasser im Mund zusammen? Also uns schon!
  • Und selbstverständlich lassen wir die Tage nach getaner Arbeit mit Snacks und erfrischenden Getränken ausklingen. 

An welchen Herausforderungen werden wir arbeiten?

Vor bereits sechs Jahren haben alle Mitgliedsstaaten der UN die Agenda 2030 verabschiedet und damit einhergehend 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung definiert: Die Sustainable Development Goals #SDGs Dabei sind nicht nur Klimaziele mitinbegriffen, sondern auch Themen der sozialen Gerechtigkeit, wirtschaftliches Wachstum und technische Innovationen.
Challenges

Jam Challenges – das Herzstück des Global Goals Jam

Die globalen Leitmotive des Global Goals Jam 2021 “Klimagerechtigkeit”, “über rein menschenzentriertes Design hinaus (beyond human-centered design)” und “regenerative Städte”, haben wir heruntergebrochen auf vier lokale Herausforderungen, so genannte „Challenges“, die uns regional in Freiburg bewegen:

  • Wie können wir in Freiburg erreichen, dass eine nachhaltige Lebensweise nicht exklusiv ist, sondern für alle Menschen möglich wird?
  • Wie können wir der durch die Corona-Pandemie verstärkten Bildungsungleichheiten begegnen?
  • Wie können wir die Schnittstellen zwischen nachhaltigen Fortbewegungsmitteln neu denken?
  • Wie können wir das Bewusstsein der Freiburger*innen für faire Lebensmittel stärken?
Über diese Ideen unseres Teams hinaus, können Unternehmen eigene Herausforderungen einbringen. Wenn diese gewinnorientiert sind, erwarten wir als Ausgleich für den generierten Mehrwert eine Beteiligung an den Veranstaltungskosten in Form einer Geld- oder Sachspende.

Nein, das ist nichts für mich! – Und was, wenn doch?

Eingeladen teilzunehmen ist quasi jede*r – Vorwissen ist nicht nötig. Alle kommen, mit dem eigenen Wissen und Erfahrungen und schauen, wie sie sich einbringen können, um etwas zu bewirken.

Als Organisatoren und Teilnehmenden von ähnlichen Formaten, wie Service Jams, Startup Weekends, Hackathons und Barcamps, sind wir immer wieder begeistert davon, wie viel innerhalb kürzester Zeit entstehen kann, wenn Gleichgesinnte ein Wochenende intensiv agil zusammenarbeiten. Dabei hängt der Erfolgsfaktor maßgeblich von dem Input aller Teilnehmer ab – hier liegt ein Vergleich zur musikalischen Jam-Session nahe, die von Improvisation und gegenseitigem Einbringen lebt.

Wie kannst Du teilnehmen?

Meldet Euch gleich unverbindlich an und werdet informiert, sobald der Ticketverkauf startet oder sprecht uns an, wie ihr Euch darüber hinaus einbringen könnt.

Interessant zu wissen: Organisieren allein stellt noch kein Event auf die Beine

So wie bei zahlreichen Bewegungen, Initiativen und Organisationen, die gesellschaftlich eigentlich eine hohe Priorität haben (sollten), reißen sich reiche Investoren (noch) nicht darum, das Ganze in einem so hohen Maße finanziell zu unterstützen, dass die Organisation und Durchführung zum sorgenfreien Sonntagsausflug wird. Dennoch ist es wichtig, es trotzdem durchzusetzen – oder vielleicht gerade deshalb? So oder so – es bleibt viel Arbeit. Bereits jetzt haben wir 17 Arbeitstage ehrenamtlich in dieses Projekt investiert.

Zum Glück gibt es dennoch einige regionale und überregionale Organisationen, welche die gleiche Vision darin sehen wie wir. An dieser Stelle wollen wir uns besonders bei den Akteuren bedanken, ohne die das Ganze nicht machbar wäre.

Wenn Sie den Jam ebenfalls unterstützen wollen mit finanziellen Mitteln, Sachspenden oder Ihrem Expertenwissen, sprechen Sie uns gerne an.