Neue Geschäftsfelder mit KI entwickeln: Vom Szenario zur Strategie

Wie stellt man sich breit genug auf, um für neue Geschäftsfelder gerüstet zu sein, ohne ins Blaue zu investieren? Diese Frage treibt viele Organisationen um. Die Antwort liegt oft nicht in mehr Daten oder mehr Expertise, sondern in einem Schritt, der im Alltag konsequent übersprungen wird: dem systematischen Denken in möglichen Zukünften.

Zukunft bleibt Chefsache oder passiert einfach

Wer nicht systematisch verschiedene Zukünfte durchdenkt, neigt dazu, entweder zu früh auf eine Richtung zu setzen oder gar nichts zu tun, weil die Unsicherheit zu groß erscheint.

Die Menschen, die am nächsten am operativen Geschäft sind, sind selten gut darin, sich Zukünfte vorzustellen. Es ist schlicht nicht ihre Aufgabe. Wer täglich Sachverhalte bearbeitet, Fristen hält und Prozesse am Laufen hält, denkt in Gegenwart. 

Zukunftsdenken braucht daher einen eigenen Rahmen, eigene Zeit und oft externe Impulse.

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Oder buchen Sie gleich einen für Sie passenden Termin online per Videokonferenz Zoom. Das Kennenlernen ist für Sie natürlich kostenfrei.

Katrin Voges

Gabriele Schobeß und Katrin Voges haben aus gemeinsamen Projekterfahrungen ein Konzept dafür entwickelt:

Mit KI als Kreativpartner Szenarien in Minuten

Genau hier verändert Künstliche Intelligenz (KI) die Spielregeln: Bisher war Szenarioarbeit aufwändig. KI macht es möglich, in kurzer Zeit mehrere plausible Szenarien zu einem Thema zu generieren: Was passiert, wenn sich X verändert? Wie sieht unser Markt in fünf Jahren aus, wenn Y eintrifft?

Das Ziel ist nicht, die KI entscheiden zu lassen. Szenarien sind ein Denkanstoß. KI bricht eingefahrene Denkpfade auf und liefert Kontraste, an denen sich eigene Überzeugungen schärfen lassen.

Future Triangle als Werkzeug, um ins Gespräch zu kommen

KI-generierten Szenarien dienen als Gesprächsgrundlage. Das Future Triangle ist ein Werkzeug entwickelt vom Zukunftsforscher Sohail Inayatullah. Es eignet sich deswegen gut, weil es genau das sichtbar macht, was Veränderung so schwer macht.

Das Dreieck verbindet drei Perspektiven:

  • Die Last der Vergangenheit – Was zieht uns zurück? Welche Strukturen, Gewohnheiten und Überzeugungen bremsen Veränderung?
  • Der Druck der Gegenwart – Was treibt uns gerade an? Welche Trends, Anforderungen und Chancen bestimmen das Heute?
  • Der Sog der Zukunft – Welches Bild einer wünschenswerten Zukunft zieht uns nach vorne?

Mit diesem Rahmen werden KI-Szenarien bewertet, hinterfragt und weitergedacht. Aus Szenarien werden Gespräche. Und aus Gesprächen entstehen Entscheidungen für die Zukunft.

Future Triangle zu KI-generierten Szenarien für die Zukunft der Sozialwirtschaft
Future Triangle zu einem KI-generierten Szenario für die Sozialwirtschaft in einem Kurzworkshop
im Rahmen des Abschlußforums zum Projekt "RENA - paritätisches Netzwerk für Resilienz und Nachhaltigkeit für eine zukunftsfähige Sozialwirtschaft“

Aus Unsicherheit wird Orientierung für Wettbewerbsvorteil

Die Kombination aus strukturierter Methode und KI-Unterstützung schafft etwas, das allein schwer zu erreichen ist: einen schnellen, gemeinsamen Blick auf mögliche Zukünfte, ohne monatelange Strategieprozesse.

Bilder von Zukunft wirken nach. Wer sich einmal konkret vorstellt, wie ein neues Geschäftsfeld aussehen könnte, denkt anders über das Heute. Und plötzlich werden Signale sichtbar, die vorher unsichtbar waren: Anfragen, die man bisher abgelehnt hat. Themen, die in der Branche diskutiert werden, aber intern noch nicht angekommen sind. Tätigkeiten, die heute Werkzeuge übernehmen. Förder- oder Regulierungslandschaften, die sich verschieben.

Veränderung kündigt sich an, meistens leise. Wer in Szenarien gedacht hat, hört früher hin. Das ist proaktive Gestaltung statt reaktives Abwarten. Zukunft ist kein Zufallsprodukt, aber sie braucht den richtigen Anstoß.

Sie möchten das für Ihre Organisation ausprobieren? Wir begleiten Sie dabei von der KI-gestützten Szenarioentwicklung bis zum strukturierten Austausch mit dem Future Triangle und zur Strategieumsetzung mit Objectives & Key Results (OKR). Für viele Organisationen ist die Investition über INQA-Coaching förderbar.






    Katrin Voges<br />(geb. Mathis)
    Katrin Voges
    (geb. Mathis)
    Beraterin für Digitalisierung & strategische Entwicklung
    Gabriele Schobeß
    Gabriele Schobeß Narrative Organisations-Entwicklung