OKR zur agilen Strategieumsetzung

Objectives & Key Results (OKR), auf Deutsch „Ziele & Schlüsselergebnisse“, ist eine bewährte Methode zur agilen Strategieumsetzung.

Entwickelt in den 1970er Jahren von Andrew Grove, dem Mitbegründer von Intel, und später von John Doerr, einem Risikokapitalgeber, bei Google eingeführt. Infolgedessen hat sich OKR zu einer weit verbreiteten Methode für Zielsetzung und Leistungssteigerung entwickelt. 

Das Grundprinzip von OKR besteht darin, strategische Ziele einer Organisation quartalsweise auf klare und ambitionierte Etappen-Ziele („Objectives“) herunterzubrechen. Diese Ziele werden mit messbaren Ergebnissen („Key Results“) verknüpft, die den Fortschritt und den Erfolg der Ziele quantifizieren. In einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess werden durch die regelmäßige Überprüfung und Auswertung der Ergebnisse wertvolle Erkenntnisse gewonnen und Verbesserungen vorgenommen.

Die Vorteile von OKR sind:

  • Klare strategische Ausrichtung und verbesserte Zusammenarbeit zwischen Organisationseinheiten
  • Fokussierung auf das Wesentliche mit knappen Ressourcen
  • Schnelle Anpassungsfähigkeit an Veränderungen in einer sich schnell wandelnden Arbeitswelt
  • Förderung einer Kultur der Transparenz und Verantwortlichkeit in einem kontinuierlichen Lernprozess
  • Stärkere Motivation und Engagement der Mitarbeiter:innen

Der OKR-Prozess zur Zielplanung und -umsetzung

Aus dem hier dargestellten Standard-Prozess stricken wir gemeinsam mit Ihnen ein Modell, das zu Ihrer Organisation passt:

Quartalsziel-Planung (“OKR-Planning”)

Quartalsweise plant das Strategieteam den Zielfokus für die kommenden drei Monate. Das Team fragt sich, welche konkreten nächsten Schritte es sich für das kommende Quartal vornimmt, um einen Fortschritt in Bezug auf die strategischen Ziele zu realisieren. Daraus formuliert das Team 3–5 Ziele. Neben Zielen, die auf jeden Fall erreicht werden sollen (“Roofshot-Goals”), sind ausdrücklich auch einzelne sehr ambitionierte Ziele (“Moonshot- oder Stretch-Goals” erwünscht, auch wenn diese nicht zu 100% erreicht werden. Pro Ziel bestimmt das Team 1–3 quantitative Schlüsselergebnisse, an denen man möglichst kontinuierlich erkennen kann, wie gut die gesetzten Ziele erreicht wurden.

Wöchentlicher Zielabgleich (“OKR-Weekly”)

Das Strategieteam trifft sich wöchentlich für etwa eine halbe Stunde, um gemeinsam einen Blick auf Fortschritte zu werfen und Herausforderungen zu besprechen. So bleibt das Team auf Kurs und agiert proaktiv, um Hindernisse zu überwinden und die gesetzten Ziele zu erreichen.

Quartalsrückblick (“OKR-Review”)

Am Ende jedes Quartals bewertet das Strategieteam die erreichten Ergebnisse inhaltlich.
Es identifiziert Verbesserungsmöglichkeiten bei den Zielformulierungen für die nächste Quartalsziel-Planung. So lernt das Team aus den Erfahrungen und verbessert die Zielsetzung laufend für erreichbare und motivierende Ziele.

Quartalsweise OKR-Retrospektive

Nach jedem Quartal nimmt sich das Strategieteam Zeit, den Prozess und die Zusammenarbeit im vergangenen Quartalszyklus zu reflektieren. Es beschließt Maßnahmen, um diese schrittweise mit strukturellen Veränderungen zu verbessern. So entwickelt sich das Team kontinuierlich weiter. Die Zusammenarbeit gestaltet sich effektiv und Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter:innen bleiben hoch.

Durch diese Rituale haben die Mitarbeiter:innen laufend eine Transparenz darüber, wie der von ihnen verantwortete Bereich zu den übergeordneten Zielen beiträgt. Die beteiligten Personen lernen im Laufe der Zeit, die Strategieumsetzung in ihr Tagesgeschäft zu integrieren.

Die Rolle eines OKR-Coach

Um den vollen Nutzen aus OKR zu ziehen, ist Begleitung bei der Einführung und Etablierung von OKR von großer Bedeutung. Obwohl die Methode vordergründig leicht erscheint, steckt viel Komplexität im Detail. Die Formulierung klarer und inspirierender Ziele und die Auswahl relevanter kontinuierlich messbarer Kennzahlen entscheiden maßgeblich darüber, ob die gesetzten Ziele erreicht werden. 

Ein interner oder externer OKR-Coach oder -Professional:

  • setzt sein Expertenwissen zu OKR ein, um den Prozess angepasst an die vorliegenden Gegebenheiten in einer Organisation oder Organisationseinheit aufzusetzen.
  • gibt sein Wissen weiter und unterstützt bei der Kommunikation zu den OKRs und dem Prozess innerhalb der Organisation für eine breite Mitwirkung.
  • steht als Ansprechpartner für fortlaufende Unterstützung zur Verfügung, koordiniert und moderiert bei Bedarf OKR-Rituale.
  • sorgt dafür, dass die formulierten OKRs anspruchsvoll und motivierend sind und alle Beteiligten ihren Wertbeitrag zu den formulierten Ziele erkennen.
  • stellt sicher, dass der OKR-Prozess mit den daraus resultierenden organisationalen Veränderungen auf Kurs bleibt, hilft bei der Identifizierung von Hindernissen und deren Überwindung.

Ein externer ORK-Coach ist neutral und kann mitlaufend Wissen in der Organisation aufbauen. Mit dem Ziel, sich selbst überflüssig zu machen, ist ein guter OKR-Coach so oft und lange wie nötig und so wenig wie möglich aktiv.

Unsere Gesellschafterin Katrin Mathis hat einen MBA in Service Innovation & Design und ist Certified OKR Professional. Sie berät und begleitet Sie gerne in der Rolle als OKR-Coach über alle Phasen der Einführung.